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Tausend kleine Sonnen
Tausend kleine Sonnen

Tausend kleine Sonnen

In meinem Garten erfreue ich mich über die besondere Strahlkraft meiner Ringelblumen. Zwecks ihrer starken Heilkraft ist sie als Lieblings-Heilkraut von Hildegard von Bingen verwendet worden. Bei mir kommt sie, verarbeitet zur Heilsalbe, besonders zur Hautpflege und für Wunden jeglicher Art zur Verwendung.

Heute möchte ich Euch über meine große Liebe zur Ringelblume und ihrer Heilkraft erzählen. Schon viele Jahre lang mache ich mir wie selbstverständlich ein bis zwei Mal im Jahr eine Heilsalbe aus Ringelblumen. Aus dem eigenen Garten stammen die Ringis, wie ich sie liebevoll nenne. Stolz über meinen vielfältigen Fundus streue ich zur Erhaltung der Vielfalt Jahr um Jahr ihre verschiedenen Samen aus. Meine Sorten haben einen einfachen Blütenkranz, sind doppelt gefüllt, gelb, orange, mit und ohne innerem, braunen Knopf und hellgelb mit weißen Schleiern!

Voriges Jahr im Frühjahr wuchsen die Blumen ziemlich schnell heran. Ich hatte dann so viele Pflanzen, daß ich meine Karotten und Rote Beete kaum mehr fand, da sie wenig Licht zum Wachstum hatten. „Macht nichts”, sagte ich mir damals, "wir haben genug Gemüse! Dieses Jahr ist halt ein Ringelblumenjahr." Von weitem strahlte mein Garten wie ein Mini-Sonnenblumenfeld.

Unzählige Blüten fanden freudige Abnehmerinnen. Ich selbst pflückte und trocknete sie für Tee, legte sie in Allkohol für eine Tinktur, lagerte sie für Ringelblumenbrot und Kuchen, Suppe und Salat. Durch die Blühkraft der Ringelblumen blieb unser Garten den ganzen Sommer über stark gelb leuchtend. In Ihrer Schönheit wirkten sie so rein und kraftvoll, daß ich anerkennend die wunderbare Natur pries und meine Seele mitstrahlte.

Heuer wollte ich auf eine geringere Anzahl achten. Im Juli war dann doch ein Zurückschneiden fällig. Berge von „Ringis” lagen für den Kompost bereit. Einige Kräuterfreundinnen konnten schon fleißig ernten. „Ich will sie nicht ungenutzt weggeben”, dachte ich bei mir! Da fiel mir ein, eine Freundin hat noch keine Blüten geholt. Sie kam und erntete die abgeschnittenen Pflanzen ratzeputz ab. Endlich wurden die Karotten belichtet und bis dahin verborgenes Gemüse fing zu wachsen an. Im Herbst zupfte ich die Strahlen von den getrockneten Blütenköpfen in eine Dose.

Sie ist eine unermüdliche Blüherin und galt früher als Symbol für die Unvergänglichkeit. Die Bauern haben sie für die Wettervorhersage beobachtet. Wenn sie morgens nach sieben Uhr geschlossen war, regnete es gewiss noch an dem Tag. 

Sie läßt zum Gurgeln im Mund- und Rachenraum Entzündungen schwinden und findet als Salbe zur Einreibung bei Wunden und zur Pflege zum Schutz der Haut Verwendung. Als Tee hilft sie dem Magen auch bei Entzündungen, denn sie ist auch viren- und pilzabtötend. Selbst bei Sonnenbrand hilft sie mit ihren Wirkstoffen, die Haut zu beruhigen. Sie war ja schließlich das Lieblingsheilkraut von Hildegard von Bingen. 

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