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Wohnst du noch oder gärtelst Du schon?
Wohnst du noch oder gärtelst Du schon?

Wohnst du noch oder gärtelst Du schon?

Selbstversorgung im Sommer mit vielen Vorteilen.

Heute gibt es Zucchinilaibchen, Erdäpfel und eine Paradeisersoße, Nachspeise Beeren! Kochst du? Sagt mein Mann. Natürlich, denn 3 von 4 mal bereite ich das Mittagessen zu. Das heißt für mich, mit dem Spaten in den Garten gehen, Erdäpfel ausgraben, Paradeiser und Beeren pflücken und Zucchini ernten, Kräuter pflücken und die Erde wieder glätten, dass sie lebendig bleibt und möglichst mulchen, damit sie wieder bedeckt ist.

Dabei bleiben die wertvollen Mikroorganismen an der Erdoberfläche erhalten. Ich will ja schließlich auch für später eine weiche, biologische Erde haben! Es dauert etwas länger, alles nach der Reihe zu ernten. Besonders bei den Beeren brauche ich Zeit, denn sie sind momentan im ganzen Garten verteilt. Heidelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren! Nach ca. 30 Minuten Erntezeit bringe ich die Kostbarkeiten in die Küche. Das Einkaufen wäre genau so schnell gewesen und ich hätte keine schmutzigen Erdäpfel. Dafür brauchte ich weder Benzin fürs Auto, noch ein Sackerl und Geld für den Einkauf. Ein weiterer Vorteil ist der exzellente Geschmack. Freunde sagen, dass das Gemüse besser und natürlicher schmeckt und dass es bemerkbar ist, dass es mit Liebe gehegt wird. Seit vielen Wochen ernten wir nahezu täglich unseren Tagesbedarf an Obst und Gemüse. Es reicht gerade für uns zwei und die Tageskinder. Der Garten meint es gut mit uns und schenkt uns abwechselnd Gurken, Zucchini, Rote Beete, Mangold und Fisolen. Die Karotten werden dazwischen geerntet, denn die wachsen heuer sowieso gut und laufen uns nicht davon. 

Unser Obst bekommen wir ab Mai in kleinen Häppchen. Es geht uns nie aus. Täglich reifen Früchte wie Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren, Jostabeeren. Die Pfirsiche vom Pfirsichbäumchen schmeckten fein, die Äpfel fallen täglich für Kompott und Apfelkuchen vom Baum. Jetzt sind sie bald weggegessen. Der Rest wird zu Apfelchips verarbeitet. Dafür bekommen wir bald Uhudlertrauben und Feigen in rauhen Mengen. Das ist heuer der große Ausklang. Wie am Ende das Feuerwerk beim Volksfest. Was für eine Freude! 

Wir bemerken, dass wir im Sommer kaum Abfälle, geschweige denn Plastikmüll und Papier haben. Alles reduziert! Wir brauchen ja kaum einkaufen, denn der Garten liefert uns genug. Manchmal verschenken wir einige Früchte und Gemüse. Es ist wie ein Wunder, wie verschieden und „womit uns die Gartenherrschaft durchfüttert“! Jedes Jahr ist etwas anderes in Mengen gewachsen. Das geht von der Fisolenschwemme bis zum Brombeersegen, vom Pflücksalat bis zum Karottenüberfluß! Alles wird gegessen und schmeckt vorzüglich. 

Wir hatten schon einige Interessierte, die auch mitgartelten. Am Durchhaltevermögen fehlt es halt immer wieder. Wer mag schon gerne viele Stunden im Garten jäten und mulchen, lockern und gießen? Da lockt eher das Geldverdienen und die Veränderungen. Unbezahlbar im Geschmack und in der „Wartung“, muss man da halt ehrlicher Weise sagen. Dafür kann ich jederzeit spontan eine überaus kreative  Mahlzeit zubereiten. Wir sind dadurch sehr reich, mein Mann und ich, denn wir genießen ihn und lieben es, den Garten zu hegen und zu pflegen. Dabei gewinnen wir gemeinsam so viel know how in der Gemüse- und Obsthaltung. Außerdem danken es uns die Tiere. Das fliegende und kriechende Volk. Bunt und lustig geht es da bei uns manchmal zu und das Summen verschiedenster Insekten hören wir den ganzen Sommer über.

 

So macht garteln Spaß!

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