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Heilkräuter

Über den Nutzen meiner Lieblings-Heilkräuter in meinem Garten und in der näheren Umgebung.

Heilkräuter in meinem Alltag

Meine beliebtesten und von mir am häufig gebrauchtesten Heilkräuter im Fokus der Selbstermächtigung

Fasziniert von der Begeisterung meiner Mutter, wenn sie über Kräuter sprach, begann in mir eine leise Neugierde zum Erforschen deren Heilkraft. Schon als Jugendliche erstand ich eine Ausgabe von Maria Treben: „Heilkräuter aus der Apotheke Gottes!” Die Heilberichte in ihrem Buch fand ich aufregend. So einfach geht das? Das fragte ich mich! Ich begann damit, Schlüsselblumen an Waldrändern zu pflücken und davon einen Tee zur Reinigung zu trinken, Brennesselspinat zu essen und Spitzwegerichblätter gegen Insektenstiche auf meine Haut zu reiben. Es half wirklich! Was für eine verborgene Kraft in der Natur!  Wissgierig speicherte ich sämtliche auf mich zukommende Botschaften über die Heilkräuter sorgfältig ab. Um noch mehr natürlichen Umgang zu Heilkräuter zu bekommen, begrüßte ich das Wissen von Kräuterweiblein, stellte Fragen bei Führungen und las mir Weisheiten aus Büchern an.

Seitdem liebe und genieße ich es, mein Wissen von der Heilkraft der Natur für mich und andere einzusetzen. Es ist eine unglaubliche Freiheit, für die Gesundheit in den Garten zu gehen und Kräuter zu pflücken. Die Natur als Freundin zu haben, fühlt sich für mich sehr stark an. In der Begegnung mit Menschen sind häufig Geschichten zu Erkrankungen ein Gesprächsstoff. Bei allgemeinen, gesundheitlichen Themen habe ich oft eine rettende Idee, was helfen oder zur Linderung beitragen könnte. Vielen Menschen konnte ich seitdem bei kleineren und mittleren Problemen der Gesundheit helfen. „Für jedes Weh ist ein Kraut gewachsen!” Davon bin ich fest überzeugt.

Eine lange Zeit wuchs die Pharmaindustrie enorm. Ein Grund dafür war, daß es in unserer schnelllebigen Zeit leichter fiel, Medikamente verschreiben zu lassen als sich um altes Wissen zu kümmern. So gingen manche wertvolle Kenntnisse über natürliche Heilmittel verloren. Was wir dabei so ganz nebenbei noch verloren haben, ist die Selbstermächtigung für die eigene Gesundheit. In der heutigen Zeit interessieren sich wieder viele Menschen für Heilkräuter. Das freut mich, denn mir ist es ein besonderes Anliegen, daß die Heilkraft aus dem Garten Gottes genutzt wird. Durch die Heilkräfte der Natur schnelle Hilfe zu bekommen, kostet kaum Geld, macht Spaß und fördert nebenbei die Selbständigkeit in Sachen Gesundheit. Manches Kräutlein am Wegesrand kann einfach gepflückt und auf die Haut gerieben werden, so einfach geht das. Es ist mir ein Anliegen, Menschen meinen Umgang und meine Freude an den Heilkräutern nahezubringen und kleine Impulse für die Gesundheit zu geben. So nutze ich hier die Rubrik "Wissen", einen kleinen Teil meines Kräuterschatzes von A bis Z weiterzugeben. Eine noch buntere Möglichkeit, lebendiges Wissen über die Kräuter zu erlangen, ist bei einer meiner Kräuter- und Gartenführungen im Frühling. 

Mehr Experimentierfreude an Heilkräutern mit den eigenen, vorhandenen Möglichkeiten finden

Bevor ich alphabetisch meine Lieblingskräuter aufliste, schreibe ich noch Allgemein über den Umgang mit den Kräutern. Am Morgen haben sie die meiste Kraft über Nacht angesammelt, also werden sie nach dem Trocknen des Morgentaus geerntet. Mit einem Messer oder einer Schere geschnitten, schont das die Wurzeln der Pflanze. Manche reißen leicht beim Pflücken aus. Wenn es geregnet hat, warte ich möglichst zwei Tage ab, damit sie wieder ihre Kraft ansammeln. Kräuter sind im zeitigen Frühjahr besonders frisch, grün und sauber und deshalb ist es zu dieser Zeit am günstigsten, sie für einen frischen Tee oder für den Vorrat zu ernten. Waschen schadet den meisten Heilpflanzen, sie verlieren dabei einen Teil ihrer wertvollen Wirkstoffe und Öle. Fast alle Heilkräuter werden vor der Blüte geerntet. Während und nach der Blüte verlieren sie ihre Kraft und schmecken fad und bitter. Bei manchen Kräutern, so beim Beifuß, werden gerade auch die Blüten z.B. zum Räuchern verwendet. Bei anderen wiederum ernte ich nur die Blüten, so z.B. beim Lavendel, der Rose oder bei der Königskerze. Sie sind für feine Räucherungen, Tinkturen, Sirup oder für spezielle Mischtees sehr nützlich. Getrocknet werden sie eher im Schatten und bei guter Wärme, kopfüber als Sträuße aufgehängt oder in Körben und auf Butterbrotpapier auf Schrankflächen ausgebreitet. So behalten sie während des Trocknens ihre Farbe und Ausstrahlung. Bei mir eignet sich am besten der abgeschattete Wintergarten für die schonende Trocknung. Nach einigen Tagen, je nach Kräuterart und Wärme, können sie getrocknet in Dosen etc. gelagert werden. Allgemein läßt man einen Tee aus frischen Kräutern fünf Minuten ziehen, aus getrockneten Kräutern 10 Minuten. Man nehme  die Menge bei frischen Kräutern etwa hälftig zu den trockenen Kräutern.
Vorsichtsmaßnahmen bei ätherischen Kräuterölen: Beim Verwenden von ätherischen Ölen ist ein Verträglichkeitstest empfehlenswert. Verdünnen Sie einen Tropfen auf 20 ml Trägeröl.
(1 Tropfen auf fünf ml Trägeröl), geben es in die Armbeuge und lassen es 2-3 Stunden einwirken. Wenn die Haut rot wird und juckt, dieses Öl nicht verwenden. Wenige Öle, dazu zählt Lavendelöl, können direkt pur auf die Haut gegeben werden. Bei Kindern unter 6 Jahren ist besondere Vorsicht gegeben. Sehr kleinen Kindern Öle nie direkt auf die Haut geben. Bei Duftlampen die Hälfte der Dosis für Erwachsene nehmen.

Meine Kräuter von A - Z

Aloe Vera, meine lebende Hausapotheke

Sie brauchen für Ihre eigene Apotheke eine bis zwei Pflanzen, die Sie im Wohnbereich an einem hellen und sonnigen Ort stellen. Aloe Vera ist sehrgenügsam und muss nur einmal die Woche gegossen werden. Sie ist eine Wüstenpflanze, daher schadet ihr nasse Erde, allenfalls kann sie feucht sein. Vor Regen geschützt und dennoch viel Sonne, das mag sie im Sommer gerne. Dünger braucht die Pflanze im Sommer nur einmal im Monat, im Winter gar nicht. Wenn Ihre Aloe-Pflanze draußen steht, sollten Sie sie rechtzeitig (ab Temperaturen von weniger als 10 °C) reinholen. Sie ist nicht winterhart. Am besten gedeiht sie in einem Topf.

Die Pflanze ist das ganze Jahr verwendbar. Wenn sie etwa drei bis vier Jahre alt ist, entwickelt sie ihre wertvollen Wirkstoffe. Dies sind Polysaccharid Acemannan gegen Parasiten, Pilze, Viren, Bakterien. Das Blatt Mark der Aloe Vera enthält an die 200 Wirkstoffe, darunter zahlreiche Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe, ätherische Öle sowie die schmerzstillende Salicylsäure. Ihre Heilwirkung ist antiviral, entzündungshemmend, immunstärkend und reizlindernd. Firmen stellen ihre Aloaprodukte aus Trockenpulver der Aloe her. dabei verliert sie leider viele ihrer Wirkstoffe. Das Gel macht die Haut weich und elastisch. Es kann auch zusammen mit etwas Vitamin C in Shampoos, Duschgels und mehr gegeben werden. 

Meine Anwendung: Meine Hauptanwendung ist bei Verbrennungen, Hautwunden und Verletzungen, da das Gel angenehm kühlt und antibakteriell wirkt. Dazu schneide ich einen kleinen Teil eines Blattes als Scheibchen ab. Es ist erstaunlich, wie von einem Tag auf dem anderen sichtbar Schnittwunden und Kratzer heilen. Auch bei Ekzemen, Akne, Juckreiz, Insektenstichen, Sonnenbrand und Lippenherpes zeigt sie schnelle Besserung. Hauterscheinungen verblassen schon über Nacht. Die geschnittene Aloe hält mindestens eine Woche im Kühlschrank. Meine „Allroundcreme” aus der „Wüstenblume” zur Hautpflege stelle ich mir selbst aus dem Gel der Aloe Vera her. Sie benutze ich täglich für Gesicht, Hände und an trockenen Hautstellen. Wenn meine Aloe Ableger bekommt, verschenke ich sie an Aloe-Fans.

Basilikum

Bei einer Erkältung steckt man 2 Basilikumblätter in die Nase. Es wirkt auf die Schleimhaut antiviral und antibakteriell. Bei Entzündungen im Mund hilft das Kauen von Blättern. Das „heilige” Basilikum hilft auch, Vergessenes wieder in Erinnerung zu bringen.

Brennessel

Die Brennessel kennt fast jeder. Sie hat sich hinter der Pflanzpyramide eine besondere Stelle in meinem Garten erobert und steht dort als stattliche Wächterin. Wenn ich sie ernte, bitte ich sie jedes Mal, mich nicht zu brennen. So geachtet, hält sie sich daran. Nur einmal vergaß ich bei ihrer Ernte, mit ihr zu sprechen. So eine Quaddelbildung habe ich noch nicht erlebt. Alle Achtung!

Auf ihren Blättern entwickeln sich Schmetterlinge wie Tagpfauenauge, Admiral und kleiner Fuchs. Diese Schmetterlingsarten sind manchmal in unserem Garten zu entdecken. Mit besonderer Freude  genieße ich ihre Anwesenheit. Ein weiterer großer Vorteil der Brennessel ist ihre Wirkung fürs Blut und für den Stoffwechsel. Eine Brennessel- Frühjahrskur ist den meisten Menschen ein Begriff. Drei bis vier Wochen als Tee getrunken, wirkt sie wahre Wunder und bringt wieder Schwung in den vom Winter träge gewordenen und verschlackten Körper. Ist sie doch Lieferantin von Vitamin C, Eisen und Calcium und kurbelt unseren Stoffwechsel kräftig an. Sie hilft mit ihrem Eisen zur Blutbildung, wirkt blutstillend, unterstützt Harnwegserkrankungen, Rheumatismus, Appetitlosigkeit, Magenschwäche, Magenverschleimung, Gastritis, Nierenschwäche, Gicht und mehr. 

Meine Anwendung: Im Frühling kommt ihre Kraft bei uns als Spinat und Tee zum Einsatz. Der herrliche grüne Spinat weckt unsere verschlafenen Lebensgeister. Den morgendlichen Frühlingstee, gemischt mit Zitronenmelisse und Pfefferminze, genießen wir täglich mehrere Wochen lang. Die Samen der Brennessel finden bei uns als kraftvolle Würzung für Salat und Suppe das ganze Jahr ihre Verwendung. Auch der Tee ist als Jahresvorrat im Haus. So nimmt sie zur Erhaltung der Gesundheit einen großen Platz ein. Sie ist mir die wichtige Pflanze zur Herstellung von Düngemittel für unser Obst und Gemüse. Ich setze mehrmals in der Gartensaison eine biologisch-natürliche Jauche an. Auch für eine Räuchermischung steht sie mir getrocknet zur Verfügung.

Beifuß

Er wächst zu Hauf auf unserer Wiese. Meistens wird er gar nicht als wertvolle Heilpflanze wahrgenommen, obwohl er eine stattliche Größe bis zu 2 m erreicht. Seine dunkle Blattfarbe und die unauffälligen Blüten führen zu dieser Ignoranz. In früheren Jahrhunderten galt der Beifuß als Mutter aller Kräuter. Er wurde gegen zahlreiche Frauenbeschwerden und auch bei Verdauungsproblemen eingesetzt. Auch für die Wundheilung wurde er früher verwendet. Er reinigt, stärkt und schützt auf magische Weise. Bei der innerlichen Anwendung werden die Blätter, getrocknet oder frisch, immer einige Minuten gekocht. Als Tee stärkt er die Selbstheilungskräfte, er hat auch eine wärmende und beruhigende Wirkung. Bei Schwäche stärkt er und baut auf. Als Gewürz unterstützt er bei schwer verdaulichen Gerichten und hilft bei Sodbrennen und Völlegefühl. 

Meine Anwendung: Beim Kochen gebe ich den Beifuß als Gewürz in die Suppe, in Eintöpfe und Soßen. Als Tee benutze ich ihn für Ich nehme ihn auch bei Verdauungsbeschwerden. Zum Räuchern von Räumen und im Garten ist er bei mir jährlich im Einsatz. Dabei verwende ich die getrockneten Blätter und Blüten. Der Beifuß kann nahezu in jeder Räuchermischung verwendet werden. Er hilft, auch in Computerräumen den Elektrosmog abzubauen. 

Der Beinwell, mein schönstes Hellblau im Frühling

Direkt am Rande der Kräuterschnecke hat er sich ein Plätzchen gesucht. Sein leuchtendes, mittleres Blau fasziniert uns und unsere Gartenbesucher. Doch Vorsicht! Wer ihn einmal im Garten hat, bringt ihn nicht mehr weg. Er ist jedoch bekannt als großer Helfer bei Verletzungen, besonders des Bewegungsapparates. Seine Heilkräfte wirken beruhigend, blutbildend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, wundheilend und schmerzstillend.

Er findet Verwendung bei jeglichen Arten von Wunden, Geschwüren, Hautschäden, Verletzungen und Insektenstiche. Besonders bei Knochenbrüchen sagt man ihm eine besondere Heilkraft zu. Es ist so leicht, ein Blatt zu waschen, es zu zerreiben und es dann auf die Wunde zu legen. Die Wurzeln vom Beinwell sind noch heilkräftiger.

Meine Anwendung: Ich stelle bei Bedarf im Sommer eine Tinktur von den Wurzeln her. Damit können dann Heilsalben zubereitet werden. Besondere Hilfe leistet er als natürliches Düngemittel in meinem Garten. Dazu nehme ich die frischen Blätter, gemischt mit Brennesselblättern und stelle eine Jauche zum Gießen her.

Erdrauch

Der Erdrauch ist eine liebliche, purpur rot bis rosarote, niedrige Pflanze und wächst an Wegrändern, auf Äckern und Waldrändern. Er ähnelt von weitem farblich den Erikastöcken. Er enthält Alkaloide und Flavonoide. Verwendung findet er zur Erhöhung des Gallenflusses und kann Symptome einer Verdauungsstörung lindern. 

Eigene Anwendung: Bei mir wächst er in den Gemüsebeeten. Seine Blüten leuchten so sanft und lieblich und erfreuen mich im Frühjahr. Ich ernte ihn mitsamt dem Kraut zum Räuchern. Gelegentlich trinke ich davon eine frisch aufgebrühte, kleine Tasse Tee.

Frauenmantel

Der Frauenmantel säumt mit verschiedenen anderen Kräutern das Gemüsebeet. 

 

Hauswurz

Dr. M. Huttler: „Wer edle Hauswurz hält in Ehren, der kann wohl manchem Übel wehren!"

Wer kennt sie nicht, die gute, alte Hauswurz! Ein Spruch von den Roma sagt: Eine Hauswurz auf dem Dach ist besser als 2 Hunde vor dem Haus! Früher wurden Hauswurzen zum Schutz vor Blitzeinschlägen auf dem Dach gepflanzt. Die Hauswurz ist eine der ältesten Kräuter für die Erste Hilfe aus der Natur. So soll sie wirklich in keinem Haus fehlen. In meinem Garten wächst sie in verschiedenen Gefäßen und Schalen, auf der Kräuterspirale und sie steht an vielen Ecken und Nischen. Sie läßt auch Warzen kleiner werden und wirkt bei Brandwunden, Sonnenbrand, Altersflecken und Sommersprossen. Als Auflage bei Quetschungen und Prellungen fördert sie die Heilung. Dazu können Sie die frischen Blätter zerdrücken und als Umschlag auf die Wunden legen. Sie enthält Tannine und Pflanzenschleim, die beruhigend und heilend (Apfelsäure, Ameisensäure, Tannine und Pflanzenschleim, Fette und Öle) wirken.  

Meine Anwendung: Bei uns findet die Hauswurz hauptsächlich im Sommer nur frisch gepflückt Verwendung. Ihren Saft verwenden wir bei Hautverletzungen, Insektenstichen und Verbrennungen. Sie ist schnell und nahezu überall im Garten in wenigen Schritten erreichbar. Besonders gerne lassen sich meine Tageskinder bei Insektenstichen und kleine Hautverletzungen von dem Saft der Hauswurz einreiben. Die Kinder erkennen sie in Kürze, pflücken ein Blatt raus und reiben es bei Verletzungen auf die Haut. Sie machen schnell die Erfahrung, daß der Saft die Schmerzen lindert.

Holunder

Johanniskraut

Kamille

Königskerze

Kapuzzinerkresse

Lavendel

Eine eigene Duftwelt! Eine Welt voller Entspannung, Wohlgefühl, Vielseitigkeit, Ruhe und Kraft! Seine Qualität drückt sich in dem Satz aus: “In der Ruhe liegt die Kraft!"

Ruhe: Er ist gut für die Nerven und eine echte Alternative zu Beruhigungsmitteln. Er hilft auch, besser einzuschlafen. Ein Öl auf die Fuss-Sohlen gerieben, in Kräutersäckchen gefüllt, auf einen Stein getropft, wird er zum Schlafen benutzt. Der Duft wirkt sehr angenehm, wenn man Stunden vor dem Schlafengehen einige Tropfen Lavendelöl auf ein Tuch tropft. So manches Mal hilft er auch gegen das Schnarchen. Bei Einschlafstörungen kann man einen Heiltee mit 1-2 Teelöffel frischen oder getrockneten Lavendelblüten auf einem halben Liter Wasser aufgießen, 5 - 7 Minuten einwirken lassen und dies mehrmals täglich wiederholen, besonders vor dem Schlafengehen. Alternativ zum Tee kann vom ätherischen Öl 1-4 Tropfen auf ein Stück Würfelzucker 2-3 mal täglich eingenommen werden. Als Badezusatz nimmt man 20-100 g Blüten auf 20 Liter Wasser und badet bis zu 15 Minuten darin.

Kraft: Er Erfrischt, reinigt und regt die Körpersäfte an und entschlackt. Dadurch ist es auch hilfreich, eine längere Kur mit Lavendeltee durchzuführen. Besonders die Lymphe, die Galleflüssigkeit und die Leber werden angeregt und entschlackt. Es verbessert sich nebenbei das Gedächnis und die Konzentration, durch die eintretende Entspannung lindern sich Kopfschmerzen. Vor dem Essen getrunken, wirkt er appetitanregend und nach dem Essen verdauungsfördernd, beruhigend und entkrampfend. Der Lavendel fördert die mutige Entschlossenheit und innere Klarheit. Das reine Körperöl hilft gegen Stiche, Wunden und Verletzungen verschiedenster Art. Es entgiftet bei einer Körpermassage die Lymphe und hilft bei einer Einreibung gegen Verspannungen. Bei Koliken und Blähungen den Bauch massiert, lindert es Verkrampfungen und Schmerzen auch bei Säuglingen. 4 Tropfen Öl und 20 ml Pflanzenöl sind dabei eine ausgewogene Mischung.

Lavendeltipps kunterbunt: Im Kleiderschrank sorgen Lavendelblüten mit ihrem ätherischen Öl für einen guten Geruch und schützen gleichzeitig gegen Motten. Der Lavendelduft vertreibt Schnecken. Lavendel stärkt die Abwehrkräfte, hilft bei Halsentzündung durch gurgeln, wehrt Viren und Bakterien ab. So kann man ihn gegen Ansteckung als ätherisches Öl auftragen oder einen Tee trinken. Für die Hautpflege benutzt, sorgt der Tee als Gesichtswasser für eine samtweiche Haut. Als Haarspülung unterstützt er eine heile Haut und verhindert zu schnelles Nachfetten.

Meine eigene Anwendung: Besondere Freude habe ich an meinem Lavendel. Er duftet so herrlich und leuchtet mit seiner violetten Farbe. Für einen späteren Tee pflücke ich einen kleinen Teil nicht ganz aufgegangene Blüten. Sie eignen sich für verschiedene Kräuterteemischungen, die ich im Laufe der Saison herstelle. Den abgeblühten Lavendel verwende ich in Duftsäckchen unters Kopfkissen. Das Lavendelöl strömt beim Liegen auf dem Kissen einen beruhigenden Duft aus und läßt mich gut einschlafen. Kleinere Säckchen fülle ich für einen angenehme Duft in Wäscheschränken. Lavendel vertreibt nebenbei Motten und andere Insekten.  Besonders hübsch sieht es aus, wenn die Lavendelsträußchen kopfüber von der Holzdecke hängen. Manchmal stelle ich nach Lust und Laune einen erfrischenden Lavendelsirup her.

Linde

Malve

Meerrettich

Muskatellersalbei

Die Pfefferminze, eine Heil- und Gewürzpflanze

ist eine ausdauernde, krautige und eine der bekanntesten Heilpflanzen aus der Familie der Lippenblütler. Sie wird 30 bis 90 cm groß und ist eine frostharte Staude, die flach wurzelt und unterirdische und oberirdische Ausläufer bildet. Ab Juli erscheinen die rosa/lilafarbenen Blüten. Sie wird am Besten in einer Gartenecke oder in einem größeren Pflanztrog gepflanzt, wo sie sich austoben kann. Die Blätter schmecken wärmend, dann auffallend kühl. Manche kennen sie aus dem Urlaub, denn der Tee ist in den arabischen Ländern das Nationalgetränk. Er erfreut die Menschen.  Bei uns werden die Blätter gerne für einen Erfrischungstee verwendet. Ackerminze und Rossminze wachsen wild. Es gibt noch viele verschiedene Arten von Minzen, die von ihrer Wirkung her ähnlich sind, jedoch durch verschiedene ätherische Öle im Geschmack feiner sind, intensiv zitronig, schokoladig bis kümmelig schmecken. Es gibt z.B. die Apfelminze, die Marokkanische Minze, die Schokominze und mehr. Wichtigster Inhaltsstoff ist das Menthol. Im Frühling bringt sie kurz vor der Blüte die höhere Güte.

Pfefferminze wirkt anregend auf Gallenfluss und Gallensaftproduktion, krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, steigert die Magensaftproduktion und wirkt antimikrobiell und antiviral. Dort wird sie auch mit Erfolg eingesetzt. Das ätherische Öl wird auch zum Einreiben bei Migräne, Kopf- und Nervenschmerzen, bei Schlafproblemen sowie zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten verwendet. Die Minze hilft für den gesamten Verdauungsprozess, sowohl für den körperlichen als auch für den seelischen. Sie fördert auch die Konzentration. Sie hält lastige Fliegen fern und nahe von Rosen gepflanzt, schützt sie diese gegen Blattläuse. 

Pfefferminze wird auch häufig zur Aromatisierung von Pfefferminzbonbons, Kaugummis, Schokolade und Smoothis verwendet. Bei der Zubereitung eines Haustees zur Entspannung und Erholung nimmt man am besten frische Blätter, er schmeckt auch köstlich mit getrockneten Blättern. Diese mit 80 Grad heißem Wasser übergießen und 5 - 10 Minuten ziehen lassen. Für ein Erfrischungsgetränk Minztee mit frischen Blättern und eine Zitronenscheibe dekorieren oder einfach einige Blätter Minze in eine Flasche Wasser geben.

Als Arzneitee trinken Erwachsene nicht länger als drei Wochen zwei bis vier Mal eine frisch zubereitete Tasse voll Tee. Ätherische Pfefferminztropfen helfen bei Blähungen, Magen- und Darmblähungen und Darmkrämpfen, zur Förderung der Gallensekretion und  bei Erkältungskrankheiten. Als Dosierung empfiehlt sich 1-3mal 2 Tropfen auf Zucker, einem Stück Brot oder in warmem Wasser. Für die äußere Anwendung mit etwas neutralem Öl mischen und auf die Haut oberhalb des erkrankten Organs auftragen. Bei Linderung von Kopfschmerz auf die Schläfen auftragen. Mit Hilfe von Inhalationen kann festsitzender Husten gelöst werden. Das hilft gleichzeitig bei Erkrankung der Atemwege. Bei Muskelverspannungen wirken Einreibungen durchblutungsfördernd und schmerzlindernd bei rheumatischen Beschwerden, Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen und Muskelkater. Für die Duftlampe 3 Tropfen in Wasser geben für selbige Beschwerden. Meine Tipps: Minzöl mischt sich gut mit Lavendel, Zitrone, Rosmarin und Kiefer. Für Einreibungen mische ich 100 ml Trägeröl (Pflanzenöl, Mandelöl etc.) mit 10 bis 100 Tropfen reinem, gekauftem Pfefferminzöl, je nach gewünschter Stärke. Achtung! Reines Pfefferminzöl ist sehr intensiv!  

Meine Anwendung: Bei mir findet sich die Pfefferminze im Kräuterbeet. Einen weiteren Platz habe ich für die Marrokkanische Minze neben der Kräuterspirale geschaffen. Schön brav eingegrenzt mit Wurzelstopp-Flies und einem Betonring. So bleibt sie hoffentlich an diesem Platz und erobert ihn sich.

Wir genießen im Frühling täglich für einige Wochen den frischen Minzeblättertee, mal gemischt mit Zitronenmelisse und Brennessel, mal pur, je nach Lust und Laune. Magenverstimmung und leichte psychische Verstimmung ist durch ein Tässchen frischem Pfefferminztee sogleich vertrieben! Für den Wintervorrat und für Teemischungen sammle ich die frischen, kräftigen Blätter im Frühling! Für Einreibungen bei Verspannungen mische ich in meinem Handteller wenige Tropfen Pfefferminze mit Öl, das ist sehr praktisch. Mein Küchentipp: Minzblätter in Salaten geben eine besonders frische Note!

Ringelblume

Aus der Familie der Korbblütler stammend, erreicht sie eine Wuchshöhe bis zu 60 cm. Ursprünglich vermutlich aus dem Mittelmeerraum, ist sie heute in ganz Europa verbreitet. Als Heilpflanze dürfte die Ringelblume schon aus der Antike bekannt sein. Hildegard von Bingen ehrte und liebte sie sehr und nannte sie Ringula. Ihre Samen sind gekrümmt beziehungsweise geringelt, so kam sie zu ihrem Namen. In der Naturheilkunde ist sie vor allem für ihre Wundheilung bekannt. Die am meisten bekannte und heute noch selbst hergestellte Salbe, vermute ich, ist die aus Ringelblumen, denn wenn ich von ihr erzähle, höre ich von vielen Menschen, daß sie diese selbst herstellen.

Sie gilt als Wetterprophet. Sind die Blütenköpfe morgens verschlossen, ist dies ein Zeichen, daß schlechtes Wetter mit Regen aufzieht. Ich konnte dies schon mehrmals beobachten. Es können bei der Ringelblume Blätter und Blüten verwendet werden. Die reinste Wirkung, finde ich, haben die Blütenstrahlen. Lustig ist das Orakelspiel: „Er liebt mich, er liebt mich nicht...!“ Dabei reißt man alle Blütenstrahlen bis zum letzten Blatt einzeln aus, dann zeigt sich, ob er sie liebt. Die Ringelblume blüht unermüdlich den ganzen Sommer über bis in den Spätherbst kräftig in orange oder leuchtend gelb. Laut einem kräuterkundigen Weiblein sind die orangenefarbenen Blüten männlich und wirken mehr auf die Hypophyse, die gelben weiblich und wirken mehr auf die Nebenniere. beim Reiben und daran riechen mischen sich die Farben und Substanzen der Blütenblätter ganzheitlich im Gehirn und stimulieren dabei die Hypophyse und die Amygdala. 

Sie wirkt antibakteriell, blutreinigend, entzündungshemmend, gallentreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, schweißtreibend, stoffwechselanregend und verdauungsfördernd. Sie fördert die Blutgerinnung, die Hautdurchblutung und senkt die Blutfettwerte. So findet sie Anwendung bei allen bekannten Hauterkrankungen, Blutergüsse, Prellungen, frostbeulen, Wunden aller Art, Furunkel, Insektenstiche, Leberschwäche, Magen- und Darmstörungen, Menstruationsbeschwerden, Schlaflosigkeit und Wechseljahresbeschwerden. Wirksame Inhaltsstoffe sind ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Salizylsäure und mehr. 

Meine Anwendung: Mit ihren schönen, leuchtenden Farben von gelb bis orange lockt sie mich schon von weitem in den Garten. Das alleine ist für mich schon so eine Freude, daß ich bei ihrem Anblick aufatme und einfach nur schaue. Die Ringelblumenblüten pflücke ich hauptsächlich für den Tee, für die Salbe und für den Vorrat. Ein Meer von getrockneten Blüten verwende ich übers Jahr verteilt für Ringelblumenbrot, gekochten Reis, Suppe und suche mir gelegentlich neue Ideen für ihren gesundheitsvorbeugenden Einsatz. Aus den Ringelblumenstrahlen stelle ich jährlich ein- bis zwei Mal meine Ringelblumensalbe her, die nur natürliche Zutaten enthält. Mit ätherischen Ölen wie Lavendel, Wildorange und Notfalltropfen wirkt ihr Duft „umwerfend!” Sie findet bei jeglichen Verletzungen und zur Hautpflege ihren Einsatz. Meistens herrscht eine Überfülle an Blüten, so lade ich Freundinnen und Freunde meiner „Ringis” ein, sich an den Blüten zu bedienen.

Rose

Rosmarin

Salbei

Der botanische Name von Salbei lautet Salvaria officinalis L., salvare heißt lateinisch "heilen!" Salbei wurde schon in der Volksmedizin von namhaften Medizinern auf der ganzen Welt für viele Erkrankungen als Tee genutzt. Salbeitee wirkt durch die besonders antibakteriell wirkenden ätherischen Öle Campher, Thujon und Terpen. Die durch den Magen-Darmtrakt wirkenden Gerb- und Bitterstoffe sind wundheilend und unterstützen vor allem die Verdauung. Durch die Phytoöstrogene im Salbei können  Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen gelindert werden. Der Salbeitee findet bei starkem Schwitzen jeglicher Art seinen Einsatz. Bei Entzündungen in Mund und Rachen und bei Halsschmerzen wird gekochter Tee gegurgelt. 

Eigene Anwendung:  Gelegentlich ein Tässchen Tee zur Verdauung hält gesund und entgiftet. Bei Halsschmerzen gibt es Tee zum Gurgeln. Das hat schon meine Mutter gewußt und uns Kindern angeboten. Nach Hildegard von Bingen koche ich drei bis vier Salbeiblätter in 1/4 Liter Wasser drei Minuten lang und trinke davon den Tee!  Täglich eine bis zwei Tassen zur Entgiftung und zur Entlastung der Gallenblase, jedoch nicht länger als drei bis vier Wochen. Eine Delikatesse sind gebratene Salbeiblätter aus der Pfanne. Des weiteren verwende ich ihn als Räucherkraut. Eigener Salbei aus dem Garten ist viel stärker als der gekaufte im Supermarkt. 

Sauerampfer

Schafgarbe

Sonnenblume

Spitzwegerich

Der Spitzwegerich wirkt antibakteriell und gegen Fieber. Er wird gerne bei Erkältung der Teemischung beigegeben. Bei einem Gerstenkorn oder roten Augen ein frisches Blatt kurz waschen, zerkneten und eine zeitlang auflegen hilft gut.

Thymian

Die Zitronenmelisse fürs Herz

Die Zitronenmelisse ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 25 bis 30 Jahre alt werden kann. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 90 cm. Ihre Blüten sind vielgeliebte Bienenpflanzen. Melissenblätter enthalten vor allem Rosmarinsäure und ätherisches Öl. Erstaunlich ist, daß sie Vitamin C enthalten. Sie verfügt über einereihe von Wirkstoffen, die in der Lage sind, körperliche und seelische Leiden unterschiedlichster Art zu lindern. Für den Arzt Paracelsus war sie der Inbegriff aller guten Kräfte der Natur. Der Name Melissa leitet sich vom Griechischen, meliteion = Zitronenmelisse ab, das mit meli = Honig zusammenhängt. Melissa heißt im Griechischen Biene.

Melissentee wirkt beruhigend und verdauungsfördernd. Am aromatischten ist die Zitronenmelisse vor der Blüte. Die traditionellste Verwendung ist die Unterstützung der Magenfunktion und bei nervlicher Belastung. Sie wird bei Einschlafstörungen und Magen-Darmbeschwerden, Krämpfen und Blähungen eingesetzt,da sie krampflösend wirkt. Sie hift bei depressiven Verstimmungen, so verflüchtigen sich im Nu schlechte Gedanken und Träume sind freudvoll und schön. Zur Erheiterung des Gemüts 1/2 Stunde am reinen Öl riechen, und es stellt sich ein Glücksgefühl ein. Sie findet ihren Einsatz auch bei Schwindel und nervösem Magen. Darüber hinaus regt der aromatische Geschmack die Bildung von Speichel, Gallenflüssigkeit und Magensaft an. Neben ihren ätherischen Ölen enthält die Melisse Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide und Mineralsalze. Die Blätter werden durch ihren wunderbaren und frischen Duft gerne als Küchengewürz verwendet. Das winterfeste Kraut gelingt in jedem Garten.

Meine Anwendung: Vor allem im Frühjahr ernte ich sie täglich frisch für unseren Morgentee. Abwechselnd einmal pur oder mit Pfefferminze und Brennessel weckt sie unsere vom Winter schlafenden Geister. Sie erheitert das Gemüt und schmeckt so herrlich zitronig. Auch für den Salat und in Süßspeisen findet sie ihr Plätzchen. Für den Winter lege ich mir zur Mischung für Wohlfühltees einen Vorrat an. 

Paracelsus: „Melisse ist von allen Dingen, welche die Erde hervorbringt, das beste Kräutlein für das Herz!”

Es gibt noch einige andere Heilkräuter in meinem Garten, die einfach nur so durch ihre Anwesenheit im Garten da sind. Ich erfreue mich ihrer Farbe, ihres Duftes und ihrer Schönheit. Ein Kräuterbad in meinem blühenden Garten im Frühling ist Erholung, Entspannung und Genuss pur. Es flirrt gerdezu in der Luft, wenn ich während dieser Zeit die wundervollen Pflanzengeschöpfe bewundere.

Auf dieser Seite finden Sie laufend Ergänzungen über meine Heilkräuter.

Im Frühling beginne ich zu sammeln, denn da sind sie am kräftigsten und am frischesten. 

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